behandlungen

Die Akupunkturtherapie

Die Akupunktur, eine wichtige chinesische Heilmethode, wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und führenden Akupunkturgesellschaften für viele Krankheitsbilder empfohlen.

In vielen Fällen ist die „Nadeltherapie“ genauso wirksam oder sogar wirksamer als westliche Therapien. Grundsätzlich aber gilt:

Akupunktur kann heilen, was gestört ist, sie kann aber nicht „reparieren“, was bereits zerstört ist.

So kann sie bei einer Gelenkerkrankung (Arthrose) mit Knorpelschäden nicht den Verlust des Knorpels rückgängig machen. Sie kann aber die damit einhergehenden Schmerzen an Bändern, Muskeln und im Bereich der Gelenkkapsel deutlich verringert. Durch eine Akupunkturbehandlung schwillt das Gewebe ab, es wird besser durchblutet, Gelenk und Muskulatur werden beweglicher und trainierbarer – der Schmerz lässt nach.

Ein/e gut ausgebildete/r Akupunkturarzt/ärztin wird Sie kompetent darüber aufklären, welche Aussichten auf Heilung oder Linderung eine Akupunkturtherapie bei Ihren Beschwerden hat. Der Behandlungserfolg hängt von der Ausbildung und Erfahrung des Arztes/der Ärztin, aber auch von Ihrer eigenen Mitarbeit ab.

Was kostet eine Akupunkturbehandlung?

Eine Akupunkturbehandlung kostet je nach Behandlungsdauer und Aufwand etwa 25€ bis 45 €.

Bei chronischen Knie- und Rückenschmerzen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen (Stand II Quartal 2012) die Kosten für 10-15 Akupunktursitzungen im Rahmen einer Schmerzbehandlung und bezahlen dafür etwa 11 Euro pro Sitzung.

Bei anderen Beschwerden muss man leider die Therapie selber bezahlen. Manche Private Krankenkassen zeigen Großzügigkeit und übernehmen die Akupunkturkosten auch bei anderen Problemen.

Wie lange hält der Therapieerfolg an?

Die heilende Wirkung einer Akupunktur hält bei Mitarbeit des Patienten oft ein Leben lang an. Je nach individueller körperlicher und seelischer Belastung, Fehlernährung oder ungesunder Lebensführung kann es aber auch nach einer gewissen Zeit zu erneuten Beschwerden kommen, sodass weitere Behandlungenmit der Akupunktur notwendig werden.

Gibt es bei der Akupunktur Nebenwirkungen?

Eine fachgerecht durchgeführte Akupunktur hat kaum Nebenwirkungen, da die Nadeln auf eine Mobilisierung der Selbstheilungskräfte des Körpers abzielen.

Wie z.B. bei der Homöopathie können sich zu Beginn der Therapie einzelne Symptome vorübergehend verstärken, man spricht hier von der „Erst-Reaktion“.

 Gelegentlich kommt es zu leichten Blutergüssen oder blauen Flecken, auch kurze Kreislaufreaktionen können während einer Akupunkturbehandlung auftreten, normalisieren sich aber schnell. Um Infektionen zu vermindern, werden sterile Einmalnadeln aus Edelstahl verwendet.

Wie wirkt Akupunktur?

An bestimmten Punkten des Körpers werden die dünnen Akupunkturnadeln platziert, wo sie etwa 20 bis 30 Minuten verbleiben (gelegentlich auch länger) und ihre heilsame Wirkung entfalten, während sich der Patient auf der Liege entspannt.

Die meisten Patienten empfinden die Akupunktur – nicht selten schon bei der ersten Behandlung – als wohltuend, entspannend und oft verblüffend schnell wirksam.

Die heilende Wirkung kommt u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslöst, die oft auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden. Dazu gehören das Serotonin, körpereigene Morphine, wie das Endorphin sowie die Enkephaline. Mit modernen Verfahren wie der funktionellen Kernspintomographie lässt sich die Wirkung der Körperakupunktur (oder Laserakupunktur) auf den Stoffwechsel im Gehirn eindeutig nachweisen: In jenen Hirnbereichen, die mit den stimulierten Akupunkturpunkten in Verbindung stehen, zeigt sich eine stark erhöhte Aktivität.

Wobei hilft Akupunktur?

Akute und chronische Schmerzen, wie z.B.:

  • Kopfschmerzen
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Fibromyalgie (Muskelfaserschmerz)
  • Tumorschmerzen
  • Schmerzen des Kau- und Zahnsystems

Erkrankungen des Bewegungssystems, wie z.B.:

  • Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Bandscheibenvorfall
  • Sehnen- und Gelenkerkrankung
  • Tennisellenbogen
  • Chronische Hüftgelenkschmerzen
  • Kniegelenkschmerzen
  • Karpaltunnel-Syndrom
  • Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen
  • Arthroseschmerzen.

Neurologische Krankheiten, wie z.B.:

  • Migräne
  • Neuralgien
  • Facialis Parese (Gesichtslähmung)
  • Trigeminusneuralgie
  • Mitbehandlung bei Lähmungen
  • Phantomschmerzen
  • Schlaganfall und Polyneurotherapie
  • Schmerzen bei Gürtelrose (Zoster)
  • Begleitsymptome von neurologischen Erkrankungen

Vegetative Störungen, wie z.B.:

  • Schlaflosigkeit
  • Erschöpfungssyndrom
  • Funktionelle Herzbeschwerden
  • Innere Unruhe
  • Blutdruckschwankungen
  • Sexuelle Disharmonie, Libidostörungen.

Erkrankungen des Verdauungssystems, wie z.B.:

  • Funktionelle Magen-Darm-Störungen
  • Magengeschwüre
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Verstopfung
  • Reizdarmsyndrom

Gynäkologische Erkrankungen und Geburtshilfe, wie z.B.:

  • Menstruationsschmerzen
  • Zyklusunregelmäßigkeiten
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Amenorrhoe (Ausbleiben der menstrualen Blutung)
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Schwangerschaftserbrechen

Allergien, wie z.B.:

  • Heuschnupfen
  • Nahrungsmittelallergien
  • allergisches Asthma
  • Sonnenallergie