Stoffwechsel, Genetik und Epigenetik

Stoffwechsel, Genetik und Epigenetik umfassen sehr komplexe funktionelle Prozesse des Körpers die Bedeutung für die Gesundheit, für die Prävention und die Therapie chronischer Erkrankungen haben.

Stoffwechsel bezeichnet den biochemischen Austausch aller Substanzen im Körper, ihr Zusammenwirken in funktionalen Beziehungen und den Auf- und Abbau aller Zellen und Organe. Man kann vereinfachend behaupten, dass alles im Körper Stoffwechsel ist.

 

Die Genetik ist die Wissenschaft der Vererbung. Im Zellkern befinden sich die DNA und die RNA. Die DNA trägt die Baupläne für alle Organe und Zellen, die RNA hat die Funktion, die Produktion der Proteine, der Enzyme, zu koordinieren.

 

Die Epigenetik wurde etwa im Jahr 2000 hervorgebracht. Sie beschäftigt sich mit den Einflüssen der Umgebung auf das Vererbungssystem und den Stoffwechsel.

 


Diese Einflüsse lassen den Körper komplexe Eiweiße produzieren und setzen Prozesse in Gang, die das Funktionieren der Gene ermöglichen oder stoppen.

 

In der Blutbahn und in den Zellen der Organe finden 24 Stunden täglich komplexe Stoffwechselprozesse statt. Die Stoffwechsel der Fette, Aminosäuren, Vitalstoffe, Hormone und Nahrungsmittel sind lebenswichtige Prozesse und stellen den Austausch von Informationen in Form von Materie und Energie sicher. Dieser verläuft sehr komplex, mit vielen einzelnen Stoffwechselschritten. Außerdem befindet sich der Mensch in einem vielfältigen ökologischen Informationsaustausch mit seiner Umwelt. 

 

Der Stoffwechsel beginnt in der Zelle mit dem Austausch von Stoffen und der Produktion von ATP (die Energie des Körpers). Die Störung eines einzigen Stoffwechselschritts kann zu unterschiedlichen Erkrankungen und Beschwerden führen. Oft sind viele verschiedene Laboruntersuchungen notwendig, um genau festzustellen, in welchem Stoffwechselabschnitt ein Ungleichgewicht besteht. Es ist erfreulicherweise oft möglich, das eigene Gleichgewicht wiederherzustellen.

 

Diagnostik

Untersuchungen des Blutes, des Stuhls, des Urins und des Speichels ermöglichen das Identifizieren von „Stoffwechsel-Knotenpunkten“, die Hinweise auf das korrekte Funktionieren der vielen Stoffwechselprozesse geben. Beispiele hierfür sind Homocystein, Magnesium, Leaky-Gut-Analyse, HbA1c und Mitochondrien-Diagnostik.

 

Dank innovativer diagnostischer Möglichkeiten kann man heute das Vorhandensein krankheitsbeeinflussender Gene für viele Probleme erkennen, etwa für Arteriosklerose, Alzheimer, Demenz, Fettstoffwechselstörungen und Milchzuckerunverträglichkeit. Die Ergebnisse müssen in Bezug zu den übrigen Stoffwechselparametern wie APO E und MTHFR sowie zu den individuellen Symptomen betrachtet werden.

 

Die Darmbakterien kann man heute auch genetisch untersuchen und dadurch viel genauere Informationen über die verschiedenen Darmbakterientypen und Parasiten erhalten.

 

Ein zentrales Ziel einer genetischen Untersuchung ist es festzustellen, ob ein Mensch bestimmte Medikamente gut verstoffwechselt (vertragen kann) oder ob sie sich im Körper anhäufen und Nebenwirkungen verursachen.

 

Die aufgezählten Verfahren sind innovativ, finden sich zum größten Teil NICHT im Laborleistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und müssen – zusammen mit den dazugehörigen Beratungen – von den Versicherten selber bezahlt werden. Wenn Sie diesen Weg als Patient einschlagen möchten, bitte ich Sie, sich über den Leistungsumfang (gemessen in Euro) gut zu informieren.