Symptom oder Dysbalance?

In der konventionellen Medizin steht vor allem die Zuordnung von Symptomen zu bestimmten Erkrankungen im Vordergrund. Dadurch ist es möglich, schnell eine Diagnose zu stellen, was bei akuten Krankheiten oft lebensrettend sein kann. So kann die richtige Therapie eingeleitet werden, beispielsweise bei einer Handgelenksfraktur, einer Pneumonie, einem Darmverschluss oder einer Wespenallergie. Das ist eine der vielen Stärken der konventionellen Medizin, in der ich ausgebildet wurde und sechs Jahre gearbeitet habe.

 

In der funktionellen Medizin betrachten wir dagegen Dysbalancen in den verschiedenen Netzwerken des Menschen. Unser erstes Ziel ist es, die Gesundheit der Menschen in allen Lebensphasen aufrechtzuerhalten und zu schützen. Wir suchen die Ursachen für Unwohlsein und Beschwerden und betrachten die Entwicklung der Symptome im zeitlichen Verlauf. Somit schauen wir in Richtung der primären Ursache für die Dysbalance(n) im Stoffwechsel und in den psychosozialen Netzwerken, die lange (oft Jahre bis Jahrzehnte) einer manifesten Erkrankung vorausgehen. Diese primären Ursachen liegen meist in tieferen Stoffwechselsystemen und sind nur durch eine umfangreiche Anamnese und eine ausgeklügelte Labordiagnostik aufzudecken.

 

Wir suchen nach Dysbalancen in den Bereichen Lebensführung, Nahrungsaufnahme, Konzentrationen von Vitalstoffen sowie im psychosozialen Netzwerk. Dabei berücksichtigen wir die biologische Gleichzeitigkeit von Lebensereignissen, Stoffwechsel-Dysbalancen und Organfunktionen sowie den Einfluss psychischer und Umweltfaktoren auf verschiedene biologische Netzwerke.